Industriegeschichte trifft auf Gegenwartskunst
(Publiziert am 16. Februar 2026 AUF ARTTV.CH)
Zu Besuch in einem historischen Haus, das Kunst und Kultur in Uster lebendig zusammenbringt.
Die Villa Grunholzer in Uster ist ein Kulturort mit Auftrag: Der Förderverein nutzt die Villa an der Florastrasse für Veranstaltungen, die Begegnungen mit Kunst ermöglichen und Raum für Austausch und Diskussion in den prachtvollen Räumen schaffen. Benannt nach Heinrich Grunholzer, steht sie für Bildung, gesellschaftliche Verantwortung und öffentlichen Diskurs. Aktuell zeigt Eline Kersten in «Und die Erde flüsterte» Werke über verschwindende und sich stetig wandelnde Landschaften in Nähe und Ferne
Und die Erde flüsterte
Eline Kersten identifiziert, kritisiert und macht vielschichtige Geschichten über sich verändernde und verschwindende Landschaften sichtbar – sowohl ferne als auch unmittelbare Umgebungen. Sie versteht Identität als untrennbar mit der Umwelt verbunden. Was geschieht, wenn diese sich rasch verändert oder sogar vollständig verschwindet? Von besonderem Interesse ist die Bedeutung, die ökologisch, historisch und persönlich geprägten Geschichten über zerstörte Landschaften beigemessen wird. Die Arbeiten entstehen im Dialog mit Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen, von Klimawissenschaftler:innen und Glaziolog:innen bis hin zu Komponist:innen und Feuerwehrleuten. In dieser Soloausstellung werden geologische Zeiten erfahrbar: von Schweizer Gletschern über die Flora Roms bis zum letzten Urwald Europas in Polen und den Niederlanden des 17. Jahrhunderts. Die Künstlerin setzt dabei auf diverse Medien, darunter bewegte Bilder, Installationen und Grafik.

